03 Apple, Windows, Linux oder was?

Ich weiß, ich bin bescheuert. Oder „technik-affin“. Vielleicht ist mir auch langweilig…

Auf jeden Fall besitze ich ein MacBook Pro, ein iPad mini, ein iPhone 6s, ein Surface Pr0 3, ein Dell Venue 8 Pro, einen älteren Sony Vaio, ein Motorola Moto G und ein Google Nexus 7. Bis vor kurzem hatte ich auch noch ein Nokia Lumia 920, dazu später mehr.

Davon abgesehen, dass ich schon immer wissen wollte, wie die einzelnen Systeme arbeiten, war ich immer auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau, der perfekten digitalen Welt, in der Rechner, Tablet und Smartphone perfekt zusammen arbeiten.

Über meine Erfahrungen und Einblicke, die natürlich subjektiv und eventuell sachlich nicht immer absolut korrekt sind, da ich ja kein IT-Guru bin, will ich mal berichten.

Windows

Das ist es, dachte ich vor einiger Zeit, Windows (8-10) als Hauptsystem, ein Tablet dazu und ein Windows Phone, alles sollte perfekt miteinander zusammen arbeiten und so tat es sich zuerst auch an, endete aber im Desaster.

Mein eigentlicher Kritikpunkt ist, dass Microsoft zu schnell zu viel wollte, neue Dinge anfasste und propagierte, um sie dann wieder fallen zu lassen.

Das größte Drama war wohl das Windows Phone. Ich fand es toll, die Zusammenarbeit mit dem Desktop Windows klappte gut, das Ding war schnell und eigentlich gab es nichts zu meckern.

Wäre da nicht die Sache mit den Apps gewesen… Ich bin kein App-Fetischist und brauche auch nicht viele, aber für das Windows Phone gab es nahezu nichts. Man wartete und wartete, es tat sich nichts. Updates wurden angekündigt, die Zeiträume, bis etwas kam, waren endlos und dann wurde das Telefon instabiler. Ich gab irgendwann auf und Microsoft auch…

Irgendwann biss mich der Affe und ich kaufte mir ein Surface Pro 3, obwohl ich Windows 10  schon skeptisch gegenüber stand. Ein System, umschaltbar zwischen Tablet- und Desktop Modus war mir inzwischen suspekt, denn ein PC ist ein PC und ein Tablet ist ein Tablet, ein „Nebenbei-Gerät“ für das Sofa, um mal eben was anzuschauen oder sich schnell Informationen zu holen, oder ein kleines Spielchen zu wagen.

Aber dieses App-Getue im Vollbildmodus auf dem Rechner leuchtete mir nicht ein und im Desktopmodus waren die Bedienelemente zu klein, um sie zielsicher mit den Finger zu bedienen.

Das Killerfeature des Surface, die Bedienung per Stift und das Schreiben bzw. Malen auf der Oberfläche nutzt mir auch nichts, da ich erstens nicht malen kann und zweitens eine ziemliche Sauklaue habe, weshalb das Schreiben mit einem glatten Stift auf einem glatten Bildschirm eher fragwürdige Ergebnisse zur Folge hat.

Fazit: Windows 10 gefällt mir überhaupt nicht, davon abgesehen, dass mir das permanente Bestreben Microsofts, alles in der Cloud parken zu sollen, Office abonnieren zu müssen, mächtig auf den Sender geht…

macOS und iOS

Ist ’ne feine Sache, aber…

Das MacBook Pro läuft, das iPad Mini und das iPhone auch. Sie tun, was sie sollen und sind tolle Geräte.

Bei Apple scheitert man jedoch, wenn man seinen eigenen Kopf hat und Dinge auf die eigene Art angehen will. Weicht man vom Pfad der Apple-Tugenden ab und verfolgt einen eigene Logik, muss man sich etwas einfallen lassen.

Die Hauptanwendungen des Systems sind, gelinde gesagt, eigenwillig und folgen einer seltsamen Logik, iTunes ist so ein Fall und ist so verworren, dass ich es gar nicht benutze. Mein iPhone befülle ich z.B. mit Musik von Spotify, lade Titel herunter und gehe dann in den Offlinemodus.

Ähnlich verhält es sich mit „Fotos“. Apple will, dass man alles importiert, um es dann in einer Datenbank zu verwalten, was natürlich zur Folge hat, dass man Bilder auch wieder exportieren muss, wenn man sie auf einer anderen Plattform nutzen möchte; also macht man „doppelte Buchführung“, man speichert die Bilder eben zweimal. Ich bevorzuge die Methode, einem Bild- oder Musik-Verwaltungsprogramm zu sagen: „Da liegen die Bilder!“ bzw. die Musik und das Programm guckt nach und macht was daraus, wie es nun mal bei Windows oder Linux der Fall ist.

Mit der Verbindung zur Außenwelt ist es bei Apple so eine Sache: Um beispielsweise einen Kalender nach Google oder Outlook zu exportieren, muss man sich schon ein wenig anstrengen, so verhält es sich auch mit dem icloud Mailkonto. Die offiziellen Wege führen oft ins Nirvana, zumal sich die Herangehensweise bei Apple auch öfter mal ändert.

Das iPhone ist ein gutes, aber teures Gerät. Allein die Kamera ist so gut, dass ich die konventionelle Kompaktkamera immer öfter zu Hause lasse. Ist das Licht gut und das Motiv nicht zu hektisch, macht es hervorragende Bilder. Gute Apps sind haufenweise vorhanden.

Fazit: macOS und iOS taugen schon was, aber man befindet sich in einem Mikrokosmos, aus dem man nur schwerlich heraus kommt. Man muss sich der Logik Apples unterordnen, sonst läuft man Gefahr, die Standardanwendungen zu meiden und eigene Lösungen zu suchen, was die Frage aufwirft, warum man nicht einfach ein anderes System benutzt. In meinem Fall schwierig, da ich ober ja schon erwähnte, dass Windows auch nicht perfekt ist.

Linux und Android

Man glaubt es kaum, aber Linux hat sich für viele zu einem gut brauchbarem System für den Alltag entwickelt. Distributionen wie Ubuntu, Linux Mint oder Manjaro ermöglichen es, seine alltäglichen Arbeiten am PC, sofern man nicht von spezielle Programmen abhängig ist, zu erledigen.

Man kann im Internet surfen, mailen, spielen, Briefe schreiben usw.. Auch Grafik und Multimedia kommt nicht zu kurz, wenn man sich auf die „wenigen“ Programme, die es gibt, einlässt. Bei Windows gibt es beispielsweise jede Menge Programme, für alle möglichen Bereiche und trotzdem nutzen die meisten Leute die gleichen Anwendungen.

Die Linux-Installation ist schon lange nicht mehr schwierig und wenn man keinen allzu exotischen Rechner besitzt, klappt alles reibungslos. Mein Sony Vaio läuft mit den o.g. Distributionen jedenfalls perfekt.

Jedenfalls macht so ein Linux Rechner exakt das, was ich von ihm will und zwar ohne, dass ich kryptische Befehle in ein Terminal eingeben muss. Auch hier hat man heute die Möglichkeit, über grafische Oberflächen Einstellungen vorzunehmen.

Und das ganze arbeitet geradezu perfekt mit einem Android Smartphone zusammen, ist einfach einzurichten und läuft. Einfach so.

Naja, sagen viele. Und der Datenschutz? Alle Systeme kochen ihr eigenes Datensüppchen, Apple, Microsoft und eben Google. Wer sich absolut sicher sein will, seine Daten nicht preis zu geben, der muss eben verzichten und kein Internet benutzen, so ist das nun mal… Aber was zweifele ich, Android hat einen Marktanteil von ca 77 Prozent.

Abschließendes Fazit

Wer seinen Computer ausschließlich privat nutzt und keine spezielle Software benötigt, der ist mit Linux gut bedient und muss sich nicht von Großkonzernen an die Kandare nehmen lassen.

Wer ein bisschen Luxus, gutes System haben möchte und sich keinen Kopf um das System machen will und sich den Vorgaben unterordnet, der ist bei Apple richtig. Gute Betriebssysteme sind macOS und iOS allemal, allerdings kann man sich die Frage stellen, wohin Apple steuert, denn manchmal fragt man sich, ob Apple sich noch für den Computer stark macht.

Tja… Und Windows ist Windows. Schon immer da und innig hassgeliebt, weil es doch immer wieder irgendwie funktioniert und es die meisten haben…